Die Dobrudscha, eine Region am Rande Europas. Einst auch 100 Jahre Siedlungsgebiet von Deutschen, von 1840 bis 1940.

Mehr zur Dobrudscha erfahren Sie auf der Seite von Wikipedia und den Seiten über die Dobrudschadeutschen.

Bis 1940 gab es etwa 40 Orte mit einem erheblichen Anteil deutscher Bevölkerung. Orte mit einem Anteil von mehr als 10 Familien sind of dieser OSM Karte markiert. Selektiert man einen Marker, erhält man weitere Informationen, den damaligen amtlichen deutschen Namen, das Jahr der Siedlung, und die überwiegende Glaubensrichtung der deutschen Dorfbewohner.


Dobrudscha Treffen 2018 in Freyburg/Unstrut

Für Sonnabend, den 26. Mai 2018 laden wir wieder Dobrudschaner und deren Nachkommen sowie Interessierte an Gegenwart und Geschichte der Dobrudscha nach Freyburg ein. Das Wochenende nach Pfingsten halten Sie bitte dafür frei! Wieder dient uns die Gaststätte "Am Unstrutwehr" als Veranstaltungsort. Wer Zeit hat sollte die Gelegenheit nutzen um Freyburg an der Unstrut, Naumburg und die nähere Umgebung kennen zu lernen.
Zu Übernachtungsmöglichkeiten wenden Sie sich bitte an das Fremdenverkehrsamt Freyburg, Markt 2, 06632 Freyburg. Telefon 034464 27260, E-Mail. On-Line Buchungen sind auch möglich. Gern ist auch der Veranstalter behilflich und es gibt hier auch Empfehlungen.
Die Veranstalter bitten am Veranstaltungstag um einen kleinen Unkostenbeitrag nach Ihrem Ermessen. Speisen und Getränke zahlen Sie in der Gaststätte. Wir bitten auch um eine kurze Teilnahmemeldung für die Planung der Gaststätte.

Zum Stand des Projektes Offene Kirche Malkotsch werden wir auch informieren und freuen uns über weitere Spenden.

Wir erwarten Sie zu interessanten Themen und Gesprächen. Vorschläge und Wünsche bitte an Veranstalter.

Wer möchte kann sich noch für ein Abonnement des Dobrudscha Newsletter anmelden.


Halbmond am Rande Europas — Der Islam in der Dobrudscha, in Rumänien und Europa

Seminar von Freitag, 03. März, bis Sonntag, 05. März 2017, im Konrad-Martin-Haus in Bad Kösen

Der Blick wird bei dieser Veranstaltung auf eine wenig beachtete Region am Rande Europas und ein aktuelles Thema gelenkt. Sowohl auf die Dobrudscha als auch auf den „Euro“-Islam, der die Dobrudscha jahrhundertelang während der osmanischen Herrschaft geprägt hat. Minarette und Kirchtürme, Glockengeläut und Muezzinrufe sind folglich in der rumänischen Dobrudscha traditionell beheimatet. Dieser Euro-Islam erlaubt ein relativ problemloses Zusammenleben der verschiedenen Religionen und Volksgruppen. Das Beispiel zeigt, dass Integration keine Einbahnstraße ist und auch die Muslime in der Verantwortung stehen, was ihre Integration in westliche, europäische und christlich geprägte Länder betrifft. Das beinhaltet auch die Bereitschaft zur Anerkennung westlicher und christlicher Werte.
Wir verbrachten dieses Wochenende bei herrlichem Wetter, sehr gutem Essen und interessanten Diskussionen in Bad Kösen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht von Leonie Gränert, Studentin der integrierten Europastudien an der Universität Bremen, die als Praktikantin am Seminar teilnahm.
Die Teilnehmer


Katholische Kirche Malkotsch - ein Ort gegen das Vergessen

Es geht nicht um Malkotsch, jedoch steht die Kirche Malkotsch stellvertretend für die 100 Jahre Siedlungsgeschichte in der Dobrudscha. Die Kirche steht an einer representativen Stelle, am Tor zum Donaudelta, und ist daher geeigent vielen Touristen die Geschichte der Dobrudschadeutschen nahe zu bringen.

Wir haben einen Spendenflyer !

Totz der in Aussicht stehenden Fördermittel, oder gerade deswegen, sind noch Eigenmittel erforderlich. Wir möchten diese durch Spenden sammeln. Jeder, auch geringer, Beitrag ist willkommen.

Der Spendenaufruf als Faltblatt
oder On-Line mit PayPal.

Können wir das Spendenziel erreichen, beginnen die Sicherungsarbeiten im April 2017. Aber Spenden zur Weiterführung der Arbeiten sind immer willkommen.

Seit dem Jahr 2015 besteht wieder Hoffnung für den Erhalt der Kirche als Offene Kirche Malkotsch.
Übersichtskarte der Dobrudscha Die Initiative zu diesem Projekt wurde bereits Ende 2013 von dem Architekten Sebastian Szaktilla gestartet. Szaktilla lebt und arbeitet in Deutschland und Budapest, ist aber auch schon in Siebenbürgen aktiv gewesen. Durch Zufall wurde er auf die Kirche Sankt Georg in Malkotsch aufmerksam. Gebaut um das Jahr 1870 war sie bis in die 70ger Jahre des letzten Jahrhunderts der Mittelpunkt des katholischen Lebens in Malkotsch. Nach dem Weggang von immer mehr Deutschen, besonders nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989/90, begann der zunehmende Verfall. Dramatische Folgen hatte vor knapp zehn Jahren ein Erdbeben, bei dem das Dach einstürzte. In diesem Zustand lernte Szaktilla die Kirche kennen. Sie ist noch immer eines der wichtigsten architektonischen Zeugnisse der Dobrudschadeutschen und besitzt den höchsten Kirchturm der ehemaligen deutschen Gemeinden in der Dobrudscha. Sebastian Szaktilla und Titus Möllenbeck, sowie weitere Akteure in Deutschland und in Rumänien fanden sich in der „Arbeitsgruppe Malkotsch“ zusammen, die bisher viermal getagt hat. Erstmals öffentlich wurde dann das Nutzungskonzept „Offene Kirche“ auf einer Tagung der Akademie Mitteleuropa e.V. in Bad Kissingen im Februar 2015 vorgestellt. Vorgesehen ist der Erhalt der Bausubstanz, damit die „Offene Kirche“ als Erinnerungsort für die Dobrudschadeutschen, als Touristenziel und Ort der Begegnung mit den jetzigen und früheren Bewohnern dienen kann. Malkotsch liegt nur wenige Kilometer entfernt von Tulcea auf der Straße nach Mahmudia und Murighiol, wichtigen Toren zum Donaudelta. Offen ist bisher noch die Finanzierung. Sie soll durch Mittel der Bundesregierung (Kulturhaushalt des BKM), Zuwendungen kirchlicher Einrichtungen und privater Spenden gesichert werden. Wer etwas spenden möchte für die Fortsetzung der Arbeiten zum Erhalt der Kirche in dem beschriebenen Sinne, kann das schon heute tun; ein Spendenkonto beim Bessarabiendeutschen Verein ist eingerichtet:

Empfänger: Bessarabiendeutscher Verein e.V.
Verwendungszweck: Projektkonto 1170 — Offene Kirche Malkotsch
IBAN: DE33 5206 0410 0000 6091 53

Erste Hürden sind genommen. Für die Kirche besteht jetzt eine Baugenehmigung der Gemeinde. Dazu wurden bereits Spendenmittel verwendet. Ein Förderantrag, der schon ausformuliert vorliegt, wird noch im Oktober bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) eingereicht werden. Es gibt bereits positive Resonanz von der BKM. Jedoch müssen immer noch einige Eigenmittel eingebracht werden.
Mit der Spendenaktion 100 * 50 € helfen wir dem Projekt zum Erfolg.

Eine ausführliche Projektbeschreibung Offene Kirche Malkotsch ist verfügbar.

Sammlung von rumänischen Beiträgen aus Tageszeitungen und Facebookeinträgen


Malkotsch

Malkotsch, so hieß der Ort fast 100 Jahre lang, von 1842 bis 1940. In der katolischen Kirche von Malkotsch herrschte fast 100 Jahre lang reges katholisches Leben. Kirche Malkotsch, (youtube) im Jahre 2009. Und vielleicht besteht Hoffnung zur Rettung. Seit dem Jahr 2015 besteht wieder Hoffnung für den Erhalt als Offene Kirche Malkotsch.
Beschreibung von Malkotsch im Buch von Paul Traeger.

Mangeapunar / Costinești

Mangeapunar, vielen besonders der jüngeren Generation unter dem Rumänischen Namen Costinești bekannt, der Badeort der Jugend am Schwarzen Meer. Auch hier gab es bis 1940 eine große Deutsche Gemeinde. Viel ist davon leider nicht mehr zu sehen. Hier hat erbarmungslos die Umgestaltung zum Urlaubsort zugeschlagen.

Literatur

Immer noch ein Standardwerk zu den Verhältnissen der Dobrudschadeutschen am Ende des 1. Weltkriegs ist Paul Traegers Werk Die Deutschen in der Dobrudscha Sorgfältig recherchiert und systematisch kommt Paul Traegers Beitrag zur Geschichte der deutschen Wanderungen in Osteuropa daher. Von der Zeit der ersten Einwanderung deutscher Bauern in die Dobrudscha bis zu den Verhältnissen vor Beginn des ersten Weltkrieges schildert Traeger die Lebensverhältnisse der Deutschen in dieser Region Südosteuropas.

Nach dem zweiten Weltkrieg organisierten sich die Dobrudschadeutschen in einer Landsmannschaft. Für diese hat Otto Klett, geboren in Kobadin 1910, von 1956 bis 1976 die "Jahrbücher der Dobrudscha-Deutschen" herausgegeben.

Ein Interessanter Bericht über die geologischen Verhältnisse der Dobrudscha von K.Peters, 1863.


Kontakt

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Gemeinden

Akpunar, Culelia, Malkotsch, Tariverde,