Die Dobrudscha, eine Region am Rande Europas. Einst auch 100 Jahre Siedlungsgebiet von Deutschen, von 1840 bis 1940.

Bis 1940 gab es etwa 40 Orte mit einem erheblichen Anteil deutscher Bevölkerung. Orte mit einem Anteil von mehr als 10 Familien sind of dieser OSM Karte markiert. Selektiert man einen Marker, erhält man weitere Informationen, den damaligen amtlichen deutschen Namen, das Jahr der Siedlung, und die überwiegende Glaubensrichtung der deutschen Dorfbewohner.

Mittendrin am Rande Europas — Die Vielvölkerregion Dobrudscha

Zu diesem Thema fand vom Freitag, dem 29. Januar 2016 bis Sonntag, dem 31. Januar ein Seminar im Haus am Maiberg in Heppenheim statt.

Auf Grund des großen Interesses und interessanter Themen wird es ein nächstes Seminar zum Thema Dobrudscha im nächsten Jahr geben. Gebucht ist bereits das Konrad-Martin-Haus in Bad Kösen von Freitag den 03. bis Sonntag den 05. März 2017. Themenvorschläge werden gern entgegen genommen. Sobald die Agenda feststeht wird hier darüber informiert werden.


Katholische Kirche Malkotsch - ein Ort gegen das Vergessen

Wir haben einen Spendenflyer !

Totz der in Aussicht stehenden Fördermittel, oder gerade deswegen, sind noch Eigenmittel erforderlich. Wir möchten diese durch Spenden sammeln. Jeder, auch geringer, Beitrag ist willkommen.

Der Spendenaufruf als Faltblatt

Können wir das Spendenziel erreichen, beginnen die Sicherungsarbeiten im April 2017.

Seit dem Jahr 2015 besteht wieder Hoffnung für den Erhalt der Kirche als Offene Kirche Malkotsch.
Übersichtskarte der Dobrudscha Die Initiative zu diesem Projekt wurde bereits Ende 2013 von dem Architekten Sebastian Szaktilla gestartet. Szaktilla lebt und arbeitet in Deutschland und Budapest, ist aber auch schon in Siebenbürgen aktiv gewesen. Durch Zufall wurde er auf die Kirche Sankt Georg in Malkotsch aufmerksam. Gebaut um das Jahr 1870 war sie bis in die 70ger Jahre des letzten Jahrhunderts der Mittelpunkt des katholischen Lebens in Malkotsch. Nach dem Weggang von immer mehr Deutschen, besonders nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989/90, begann der zunehmende Verfall. Dramatische Folgen hatte vor knapp zehn Jahren ein Erdbeben, bei dem das Dach einstürzte. In diesem Zustand lernte Szaktilla die Kirche kennen. Sie ist noch immer eines der wichtigsten architektonischen Zeugnisse der Dobrudschadeutschen und besitzt den höchsten Kirchturm der ehemaligen deutschen Gemeinden in der Dobrudscha. Sebastian Szaktilla und Titus Möllenbeck, sowie weitere Akteure in Deutschland und in Rumänien fanden sich in der „Arbeitsgruppe Malkotsch“ zusammen, die bisher viermal getagt hat. Erstmals öffentlich wurde dann das Nutzungskonzept „Offene Kirche“ auf einer Tagung der Akademie Mitteleuropa e.V. in Bad Kissingen im Februar 2015 vorgestellt. Vorgesehen ist der Erhalt der Bausubstanz, damit die „Offene Kirche“ als Erinnerungsort für die Dobrudschadeutschen, als Touristenziel und Ort der Begegnung mit den jetzigen und früheren Bewohnern dienen kann. Malkotsch liegt nur wenige Kilometer entfernt von Tulcea auf der Straße nach Mahmudia und Murighiol, wichtigen Toren zum Donaudelta. Offen ist bisher noch die Finanzierung. Sie soll durch Mittel der Bundesregierung (Kulturhaushalt des BKM), Zuwendungen kirchlicher Einrichtungen und privater Spenden gesichert werden. Wer etwas spenden möchte für die Fortsetzung der Arbeiten zum Erhalt der Kirche in dem beschriebenen Sinne, kann das schon heute tun; ein Spendenkonto beim Bessarabiendeutschen Verein ist eingerichtet:

Empfänger: Bessarabiendeutscher Verein e.V.
Verwendungszweck: Projektkonto 1170 — Offene Kirche Malkotsch
IBAN: DE33 5206 0410 0000 6091 53

Zur Weiterführung der begonnenen Arbeiten, insbesondere Erstellung weiterer Unterlagen für den Förderantrag und Förderantrag selbst, sind unbedingt Spendengelder erforderlich.
Mit einer Aktion 100 * 50€ helfen wir dem Projekt zum Erfolg.

Projektbeschreibung Offene Kirche Malkotsch

Sammlung von rumänischen Beiträgen aus Tageszeitungen und Facebookeinträgen


Starke Regenfälle im Kreis Tultscha und Konstanza Juni 2016

Am 12. Juni kam es zu heftigen Regenfällen in Malkotsch und Nufaru. Mehrere Haushalte wurden überschwemmt. Wir hoffen das die Kirche Sankt Georg nicht noch weiter beschädigt wurde.

Überschwemmung in Malkotsch

Das Bild stammt von Radio Constanta. Ob es wirklich Malkotsch ist?


Dobrudschaner Treffen 2015 — 75 Jahre nach der Aussiedlung

Wie fast jährlich in den vergangenen Jahren fand dieses Treffen auch 2015, 75. Jahre nach der Umsiedlung statt. Immer noch ein Treffen der ehemaligen Bewohner von Malkotsch und Mangepunar, aber schon mit Ausrichtung auf die gesamte Dobrudscha.
Die herausragenden Punkte im Programm waren ein Bericht einer Dobrudschareise im Jahr 2014 und die Vorführung des Films "Zeit ohne Ziel" — die heutige vielvölker Region am Schwarzen Meer.


Malkotsch

Malkotsch, so hieß der Ort fast 100 Jahre lang, von 1842 bis 1940. In der katolischen Kirche von Malkotsch herrschte fast 100 Jahre lang reges katholisches Leben. Kirche Malkotsch, (youtube) im Jahre 2009. Und vielleicht besteht Hoffnung zur Rettung. Seit dem Jahr 2015 besteht wieder Hoffnung für den Erhalt als Offene Kirche Malkotsch.
Beschreibung von Malkotsch im Buch von Paul Traeger.

Mangeapunar / Costinești

Mangeapunar, vielen besonders der jüngeren Generation unter dem Rumänischen Namen Costinești bekannt, der Badeort der Jugend am Schwarzen Meer. Auch hier gab es bis 1940 eine große Deutsche Gemeinde. Viel ist davon leider nicht mehr zu sehen. Hier hat erbarmungslos die Umgestaltung zum Urlaubsort zugeschlagen.

Literatur

Immer noch ein Standardwerk zu den Verhältnissen der Dobrudschadeutschen am Ende des 1. Weltkriegs ist Paul Traegers Werk Die Deutschen in der Dobrudscha Sorgfältig recherchiert und systematisch kommt Paul Traegers Beitrag zur Geschichte der deutschen Wanderungen in Osteuropa daher. Von der Zeit der ersten Einwanderung deutscher Bauern in die Dobrudscha bis zu den Verhältnissen vor Beginn des ersten Weltkrieges schildert Traeger die Lebensverhältnisse der Deutschen in dieser Region Südosteuropas.

Gemeinden

Akpunar, Culelia, Malkotsch, Tariverde,