Halbmond am Rande Europas — Der Islam in der Dobrudscha, in Rumänien und Europa

Seminar von Freitag, 03. März, bis Sonntag, 05. März 2017, im Konrad-Martin-Haus in Bad Kösen

Der Blick wird bei dieser Veranstaltung auf eine wenig beachtete Region am Rande Europas und ein aktuelles Thema gelenkt. Sowohl auf die Dobrudscha als auch auf den „Euro“-Islam, der die Dobrudscha jahrhundertelang während der osmanischen Herrschaft geprägt hat. Minarette und Kirchtürme, Glockengeläut und Muezzinrufe sind folglich in der rumänischen Dobrudscha traditionell beheimatet. Dieser Euro-Islam erlaubt ein relativ problemloses Zusammenleben der verschiedenen Religionen und Volksgruppen. Das Beispiel zeigt, dass Integration keine Einbahnstraße ist und auch die Muslime in der Verantwortung stehen, was ihre Integration in westliche, europäische und christlich geprägte Länder betrifft. Das beinhaltet auch die Bereitschaft zur Anerkennung westlicher und christlicher Werte.

Das Programm is on-line verfügbar.

Kulturtag in Stuttgart 15. Oktober 2016

Am 15.10.2016 organisierte der Bessarabiendeutsche Verein in Stuttgart einen Kulturtag zum Thema Dobrudscha (Einladungsflyer).

Etwa 50 Teilnehmer informierten sich an diesem Tag über die Geschichte der Deutschen Besiedlung, die etwa 1840 einsetzte und bis 1940 andauerte. Der jetzige Anteil der Deutschen ist verschwindend gering. Viele verliessen die Region nach dem zweiten Weltkrieg und nach 1989. Trotzdem haben die deutschen Siedlungen in den 100 Jahren ihres Bestehens das Land und die Entwicklung geprägt. Nach den einleitenden Grußworten von Erika Wiener, Vorstandsmitglied im Bessarabiendeutschen Verein folgten die Programmpunkte

  • »Dobrudscha — eine Tochter Bessarabiens?«
    Der Vortrag von Prof. Siegmund Ziebart widmete sich dem entstehen der deutschen Siedlungen und den geschichtlichen Hintergründen.
  • »Vom Dobrudscha- zum Bessarabiendeutschen Verein«
    Der Referent Ingo Isert informiert über den Werdegang der Organisationen der Dobrudschadeutschen und der Bessarabiendeutschen bis zur Aufnahme der Dobrudschadeutschen Landsmannschaft im Jahr 2009 in den Bessarabiendeutschen Verein.
  • Eröffnung des Dobrudschadeutschen Museums als Abteilung des Heimatmuseums der Deutschen aus Bessarabien e.V.
    Mit dem Heutigen Datum wird die Dobrudscha Abteilung nach zweijähriger Vorarbeit eröffnet. Einen wesentlichen Anteil haben Exponate aus dem Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm, die 2016 übernommen wurden.
  • »Die Dobrudscha heute, Erlebnisse einer Reise im September 2016«
    Heinz-Jürgen Oertel berichtet von seiner 5 wöchigen Reise durch Osteuropa und besonders vom Besuch der Deutschen Dörfer.
  • »Offene Kirche Malkotsch«
    Titus Möllenbeck gab einen Sachstandsbericht. Wir machen Fortschritte! Die Antragstellung für Fördermittel zur Sanierung der Kirche in Malkotsch bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) ist nahezu abgeschlossen. Es gibt bereits positive Resonanz von der BKM.
    Die Spendensammlung zur Sicherung eines Eigenanteils hat begonnen. Wir bitten alle um einen Beitrag. Jede Summe ist willkommen.
    Am Vortag erreichte uns die Nachricht aus Bukarest, dass der Bischof der römisch-katholischen Kirche in Rumänien, Herr Erzbischof Ioan Robu, 20.000 € auf das rumänische Spendenkonto überwiesen hat. Diese sehr positive Nachricht zeigt uns, dass auch vor Ort, in Tulcea/Malcoci, großes Interesse am Erhalt der Kirche besteht. Um im April nächsten Jahres mit der Restaurierung zu beginnen ist ein Anfang gemacht. Trotzdem benötigen wir noch viel Engagement und die Eigenmittel durch Spenden.
  • Hans Issler spricht »Die Worte auf den Weg«

Starke Regenfälle im Kreis Tultscha und Konstanza Juni 2016

Am 12. Juni kam es zu heftigen Regenfällen in Malkotsch und Nufaru. Mehrere Haushalte wurden überschwemmt. Wir hoffen das die Kirche Sankt Georg nicht noch weiter beschädigt wurde.

Überschwemmung in Malkotsch

Das Bild stammt von Radio Constanţa. Ob es wirklich Malkotsch ist?


Mittendrin am Rande Europas — Die Vielvölkerregion Dobrudscha

Zu diesem Thema fand vom Freitag, dem 29. Januar 2016 bis Sonntag, dem 31. Januar ein Seminar im Haus am Maiberg in Heppenheim statt.

Auf Grund des großen Interesses und interessanter Themen wird es ein nächstes Seminar zum Thema Dobrudscha im nächsten Jahr geben. Gebucht ist bereits das Konrad-Martin-Haus in Bad Kösen von Freitag den 03. bis Sonntag den 05. März 2017. Themenvorschläge werden gern entgegen genommen. Sobald die Agenda feststeht wird hier darüber informiert werden.


Dobrudschaner Treffen 2015 — 75 Jahre nach der Aussiedlung

Wie fast jährlich in den vergangenen Jahren fand dieses Treffen auch 2015, 75. Jahre nach der Umsiedlung statt. Immer noch ein Treffen der ehemaligen Bewohner von Malkotsch und Mangepunar, aber schon mit Ausrichtung auf die gesamte Dobrudscha.
Die herausragenden Punkte im Programm waren ein Bericht einer Dobrudschareise im Jahr 2014 und die Vorführung des Films "Zeit ohne Ziel" — die heutige vielvölker Region am Schwarzen Meer.

Übergabe der Leitung von Erwin
    Ehret an Heinz-Jürgen oertel
Auf dem Jahrestreffen 2015 übergab Erwin Ehret seine langjährige Organisation der Treffen an Heinz-Jürgen Oertel. Heinz-Jürgen vertritt die Interessen der Dobrudschadeutschen seit 2015 im Bessarabiendeutschen Verein.