Jahrbücher der Dobrudschadeutschen

Die Jahrbücher der Dobrudscha-Deutschen bieten eine Fülle interessanter Beiträge zu allen Lebensbereichen der damaligen Siedler. Herausgeber war Otto Klett, geboren in Kobadin 1910. Von 1956 bis 1976 erschienen die "Jahrbücher der Dobrudscha-Deutschen" im Selbstverlag mit Unterstützung der Stadt Heilbronn. Ohne die Unterstützung der Familie, Frau und Kinder, hätte er die Arbeit wohl nicht bewältigen können. Leider starb er viel zu früh.


Aufruf zur Ermittlung der Urheberschaft

Sehr geehrte Leser dieser Website und des Mitteilungsblattes des Bessarabiendeutschen Vereins.
Die Vertreter der Dobrudschadeutschen im Bessarabiendeutschen Verein bitten Sie um Mithilfe bei der Ermittlung der Urheberschaft von Autoren der Dobrudschadeutschen Jahrbücher.

Insgesamt erschienen 22 Bände in den Jahren 1956 bis 1977. In all diesen Jahren erschienen Beiträge von 304 unterschiedlichen Autoren. Diesen wertvollen Schatz an Beiträgen von Zeitzeugen möchten wir gern nochmals nutzen. Dazu muss nach deutschem Urheberrecht das Einverständnis der Autoren oder deren Nachlassverwalter vorliegen, falls diese nicht schon länger als 70 Jahre verstorben sind. Falls Sie Autor oder Nachfahre sind, oder diese kennen, bitten wir Sie Kontakt mit dem Bessarabiendeutschen Verein aufzunehmen oder sich per E-Mail an mail@dobrudscha.eu an uns zu wenden. Die folgende Tabelle listet die Namen der Autoren und die Anzahl von Beiträgen in den Jahrbüchern.

Jahrbuch Autoren
AuthorAnzahl AuthorAnzahl AuthorAnzahl
Adam, Johann 6 Adam, Karl 1 Adam, Maria 1
Aktaş, Abdülhakim 3 Albert, Michael 1 Amelung, Margarete 1
Amon, Luise 1 Andersen, Christian 1 Araujo, A. M. 1
Arnandow, M. 1 Bachmeier, Adolf 3 Badura, Victor Karl 1
Bast, Emilie 1 Bauer, Hedwig 1 Baumann, Artur 1
Becker, Jakob 1 Bender, Jakob 1 Berg, Elise 13
Bernhard, Ferdinand 2 Bieber, Anna 1 Bläse, Charlotte 3
Blaskowitsch, Josef 1 Block, Martin 1 Bohn, Albert 1
Braedt, Arthur 3 Brendel, Peter 1 Brenner, Wilhelm 1
Bröger, Karl 1 Bruneski, Rudolf 1 Buchholz, Valentin 1
Buchwald, Gertrud 1 Burgemeister, Sophie 1 Cammann, Alfred 2
Cammann, Elfriede 2 Canarache, V. 1 Capesius, Bernhard 1
Carmen Sylva 6 Carmen Sylva 1 Cicala, Ion 1
Cisar, Alexander Th. 1 Cisek, Oscar 1 Darsow, Erich 5
Deiß, Elsemarie 1 Dermann, Johann 1 Dimonita 1
Diplich, Hans 1 Eggeling, W. J. 2 Ehlers, Anna 1
Ehret, Stefan 8 Ehret, Stephan 2 Eminescu, Mihail 1
Enßlen, Otto 6 Erasmus, Georg 1 Erker, Therese 25
Erker, Theresia 6 Erker, Wendelin 1 Fähnrich, Anton 1
Fauser, Ilsegard 1 Fiechtner, Friedrich 2 Fischer, Otto 2
Florescu, F. B. 1 Forchert, Eduard 1 Frank, Johann 10
Frank, Michael 1 Frank, Waldemar 1 Gaier, Anna 1
Gamper, L. 1 Gärtig, Erna 1 Gauss, Werner 1
Gauß, Werner 2 Gerlach, Erika 2 German, Lydia 1
Germann, Lydia 2 Gieck, Emil 1 Giurescu, C.C. 1
Goes, Walther 1 Gottschalk, Egon 1 Götz, Karl 1
Grabow, Irene 1 Grohn, Margarethe 1 Grulich, Rudolf 5
Hahn, Herbert 2 Hartmann, Eugenie 1 Hartmann, Michael 1
Heer, Erwin 22 Herrmann, Maria 2 Herzog, Ingo 1
Hesse, Hermann 1 Heß, Gerhard 2 Heufelder, E. M. 1
Hielscher, Karl 2 Highfield, Elsbeth 1 Hochmuth, Karl 1
Hoffmann, Friedlieb 3 Hoffmann, Hans 10 Hoffmann, Theophil 1
Honigberger, Rudolf 2 Hopp, Alfred 1 Hopp, Theophil 8
Horn, Louis 1 Ion, Martha 1 Isaak, Martin 1
Ißler, Gustav 1 Ißler, Martin 1 Iwanof, Emilie 1
Jancke, Paul 1 Kanube, Alois 1 Karnbach, Radu 1
Keller, Albrecht 1 Kerschbaumer, Marie Thérèse 1 Kittner, Alfred 1
Klaß, J. 1 Klein, Karl Kurt 6 Klett, Emanuel 2
Klett, Otto 40 Klose, Hermann 1 Klotzsche, Hasso 1
Klukas, Johannes 1 Knodel, Simon 8 Knodel, Simsen 1
Knopp-Rüb, Gertrud 18 Koch, Wilhelm 1 Köhler, Hans-Ulrich 4
Koulpy, H. G. 4 Kraus, Gotthilf 2 Kraus, Therese 1
Krüger Emanuel 1 Krupka, Werner 1 Kühn, Karl 1
Kühn, Richard 1 Kuhn, Walter 1 Kühn, Wilhelm 7
Kündig-Steiner, W. 1 Künzig, Johannes 1 Küppers, G. A. 8
Küppers-Sonnenberg, G. A 1 Küppers-Sonnenberg, G. A. 13 Lange, Rainer 1
Lanz, Josef 1 Layher, Ludwig 1 le Fort, Gertrud 1
Lenhartz, Rolf 1 Lenken, Heinrich 1 Lerchbaumer, Otmar 1
Lesser, Richard 1 Leyer, Andreas 2 Leyer, Otto 3
Liebau, Karl 1 Liedtke, Christian 1 Llotzky, Heinrich 1
Ludwig, Arthur 1 Malaschofsky, Alfred 1 Mannhardt, J. W. 1
Marmont, Rolf Frieder 1 Mauch, Albert 1 Mauch, Gerhard 1
Mayer, Regina 4 May, P. B. 1 Mehlan, Arno 1
Melag, Muil von 3 Menges, Apollonia 2 Menges, Hieronymus 12
Menges, Johann 1 Menges, Peter 2 Meschendörfer, Adolf 1
Meyer, Ernst 1 Meyer, Hans 2 Meyle, Paul 13
Mihăilescu, Vintilă 1 Miller, Harry 2 Moos, Herbert von 1
Müller, Cäcilia 2 Müller, Hannes 1 Müller, J. F. 1
Nahm, Peter Paul 1 Nedelcu, Gh. Ion 1 Netzhammer, Raymund 2
Neumann, Michael 1 Nötges, (Div.-Pfarrer) 1 Nuber, Axel H. 1
Ohsam, Bernhard 2 Oschlies, Wolf 1 Oswald, Elsa 1
Oswald, Otto 3 Ott, Günther 1 Pabst, J. 1
Pastor, H. W. 1 Pater Hannes 1 Petri, Elans 1
Petri, Hans 20 Pfeifer, Anna 1 Pfeiffer, Philipp 1
Pfennig, Magdalena 1 Pieger, Nikolaus 2 Prinzhorn, Heinrich 1
Prokopowitsch, Erich 2 Puslojitsch, Adam 1 Ramm, Udo von 1
Rath, Georg 6 Reichel, Kunigunde 1 Reißenberger, Hildegard 1
Rena Magna 4 Renner, Heinrich 2 Römpper, Philippine 1
Rösner, Berta 1 Rösner, Christoph 1 Rösner, Johanna 1
Rösner, Otto 2 Rösner, Theofil 4 Rösner, Theophil 5
Rösner, Viktor 1 Rösner, Wilhelm 1 Roßmann, Berta 1
Roth, Arnold 1 Roth, Karl 1 Rüb, Karl 3
Rüb, Rudolf 2 Ruge, Erwin 1 Rühl, Gustav 1
Saadet, Is'Haki 1 Sarry, Const. N. 1 Schielke, Alida 50
Schielke-Brenner, Alida 19 Schlaps, Emanuel 2 Schmidt, Anton 3
Schmidt, H. 1 Schmidt, Otto 3 Schmolke, Friedrich 1
Schmolz, Helmut 5 Schneller, Lieselotte 1 Schröder, Rudolf Alexander 2
Schubert, Josef 1 Schumann, Gerhard 1 Schwandt, Traugott 1
Schwanhauser, Theodor 1 Schwarz, F. W. 1 Schwarz, Wilhelm 4
Seefried, Eduard 1 Seifert, Alexander 1 Siebert, Gerald 1
Simionescu, Traian 1 Sommer, Berta 1 Sparr, Hans von 1
Speitel, Christian 2 Stănescu, Heinz 1 Stăneseu, Dan 1
Staub, Walter 1 Steiger, Artur 1 Steinhilber, Wilhelm 2
Steinke, Wilhelm 1 Steinmann, Friedrich 3 Steinmann, Otto 1
Stephani, Brigitte 1 Stephani, Claus 2 Stephani-Klein, Gertrud 4
Steţcu, Gh. 1 Stiller, Gerlinde 9 Stiller, Irmgard-Gerlinde 1
Stiller, Irmgard-Gerlinde 1 Stöcker, Klara 2 Stocker, V. B. 3
Straub, Heinrich 2 Straub, Johann 18 Stumpp, Karl 2
Tanger, Konrad 1 Ternes, Anna 2 Ternes, Anton 4
Teutschländer, Willibald 2 Thiry, Agnes 1 Tillmann, Alois 1
Traeger, Paul 1 Tuchscherer, Rochus 1 Ülküsal, Müstecib 3
Vifcerenko, Gotthold 1 Viktor Rösner 1 Vincent, Marianne 1
von Helm, Margit 1 von Ramin, Udo 1 Vulpe, Radu 1
Weckbach, Hubert 6 Weigand, Georg 1 Weil, Walter 1
Weingärtner, Gotthilf 2 Weißglas, Immanuel 1 Weiß, Herbert 2
Welk, Mathilde 5 Werner, Johannes 1 Wessely, Kurt 1
Weßling, Hans 5 Wilhelm, Friedrich 1 Winter, Heinrich 8
Wolf, Daniel G. 1 Wolf-Stohler, Elvira 1 Wolke, Fritz 1
Würth, Gerhard 1 Wychowaniec, Paula 1 Yurtsever, Mehmet V. 3
Zehner, Gertrud 1 Zeller, Lydia 1 Ziebart, Gustav 2
Zielinski, Victoria 10 Zillich, Heinrich 12 Zimmerling, Martha 1
Zimmerling, Richard 2

Wie man sieht, gab es sehr fleißige Schreiber. Wobei die Tabelle nichts über den Umfang der Beiträge aussagt. Otto Klett als Herausgeber hat allein schon 22 mal das Vorwort verfasst. Wir sind am Kontakt zu jedem einzelnen der Autoren sehr interessiert. Ziel soll sein, ausgewählte Beiträge erneut zu veröffentlichen.

Von Autoren mit hellgrünem Hintergrund haben wir bereits die Erlaubnis. Danke!

Zu den Autorennamen

Die Namen wurden den Inhaltsverzeichnissen entnommen. Offensichtlich gab es manchmal unterschiedliche Schreibweisen. Wenn dies erkennbar war, wurden diese vor der Auswertung vereinheitlicht. Trotzdem kann es noch vorkommen, das in dieser Aufzählung vielleicht die selben Autoren mehrmals mit jeweils anderer Schreibweise erscheinen. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Vorwort von Otto Klett zum ersten Band, 1956

Otto Klett diente all die Jahre des Erscheinens der Jahrbücher als Herausgeber. Er und seine Familie haben die große Aufgabe auf sich genommen, ständig Material zu sammeln und das Erscheinen der Jahrbücher zu Ermöglichen. Ihnen dient unser besonderer Dank.

Über die Motivation mag das hier wiedergegebene Vorwort zum ersten Band Aufschluss geben.

Es wird die Zeit kommen, da man von den Dobrudschadeutschen, von der 100 jährigen Geschichte einer deutschen Volksgruppe zwischen Donau und schwarzem Meer, genau so sprechen wird, wie z.B. von dem Stadtdeutschtum des Mittelalters in der Moldau, von den Gotendörfern des 17. und 18. Jahrhunderts auf der Krim, vom Deutschtum im niederländischen Raum und von Tausenden andern ehemaligen Orten und auch Siedlungsgebieten in Europa und auch in Übersee. — Allüberall untergegangenes Deutschtum! Sollte uns Heutigen diese Tatsache nicht zu denken geben? Sollten wir daraus nicht Rückschlüsse ziehen? Eines kann jetzt schon gesagt werden: Nirgends kamen die Deutschen als Eroberer in das Land, in die Stadt, in den Ort. Fast immer waren sie gerufen worden; manchmal war es eine friedliche Infiltration, die gerne gesehen oder geduldet wurde. Die Kaiser, Könige oder Fürsten vergangener Zeit haben die Deutschen in den Osten und Südosten gerufen: „Kommt zu uns und seid unserem Volke Lehrmeister“ sagten die einen, „Kommt zu uns und arbeitet mit am Aufbau unseres Landes“ sagten die andern. — Auch von den Dobrudschadeutschen ist zu berichten: Die Türken sahen die Einwanderung gern, und von den Rumänen wurden sie gerufen. Allerdings fällt bei ihnen die selbständige Einwanderung stärker ins Gewicht.

Wie lange wird es noch, nach dem was in den letzten 15 Jahren geschehen ist, ein Dobrudschadeutschtum geben? — Nicht mehr lange. — Aus diesem „Nicht mehr lange“ ergeben sich für die heute Lebenden eine Reihe von Aufgaben. — Die Gemeinschaft aus dem ehemaligen Siedlungsgebiet‚ die Volksgruppe, besteht zwar in gewissem Grade auch heute noch: es gibt eine „Landsmannschaft der Dobrudschadeutschen“, es bestehen noch freundschaftliche und nachbarliche Bindungen aus der alten Heimat, es ist noch ein Stammesbewußtsein vorhanden . . . aber wie lange noch? Doch nur so lange, bis die Letzten, die ihre alte Heimat bewußt erlebt haben, ausgestorben sind.

Von den sich ergebenden Aufgaben steht die des Chronisten mit an erster Stelle. — Dem Chronisten behilflich sein, ihm Unterlagen zu geben, ist die eine Aufgabe des Jahrbuches; die andere, mehr für den Augenblick wichtige, ist, den Landsleuten einen Gruß, eine Erinnerung, einen Trost und eine Vermittlung von Wissen über die alte Heimat zu bieten. Den Jungen soll etwas gezeigt werden können.

Wir Dobrudschadeutschen haben auf dem Gebiet des Heimatschrifttums nur wenig vorzuweisen. Zusammenfassende Werke oder auch grundlegende Arbeiten über engerbegrenzte Bereiche sind nicht oder nur kaum vorhanden (abgesehen von der Monographie des verstorbenen Berliner Universitätsprofessors Paul Träger: „Die Deutschen in der Dobrudscha“). Die meisten vorhandenen Arbeiten genügen nicht und eine ganze Reihe davon ist mit Vorsicht aufzunehmen. Manche Schreiber haben leichtfertigerweise; ohne besondere Kenntnisse von Land und Leuten, in Aufsätzen und Zeitungsartikeln, aufgemacht für Westeuropäer, mehr das „Exotische“ herausgestellt. — Ganz allgemein sei noch darauf hingewiesen, daß alles Schrifttum über das Dobrudschadeutschtum stark sporadisch erschienen ist und ein Außenstehender kaum in der Lage sein wird, es aufzuspüren.

Das „Jahrbuch der Dobrudschadeutschen“ erscheint mit diesem Band zum erstenmal, Weil im November 1955, wenn es herauskommt, gerade 15 Jahre her sind, seit wir umgesiedelt wurden, wird es als eine Umsiedlungsnummer aufgezogen. In den nächsten Jahrgängen soll dann ebenfalls schwerpunktmäßig ein Thema aufgegriffen werden. Inwieweit damit Anklang bei unsern Landsleuten gefunden wird, bleibt noch abzuwarten. Sie haben bis jetzt und besonders in der alten Heimat die bessarabischen Kalender bezogen und müssen sich erst umstellen, sich auf das Jahrbuch einstellen.

Ein Kapitel für sich ist, wie nicht anders zu erwarten, die Mitarbeit am Jahrbuch. Wiederholte Aufforderungen im „Rundbrief der Dobrudschadeutschen“ haben ganze drei Zuschriften eingebracht. Glücklicherweise konnte ich durch persönliche Fühlungnahme mehr erreichen: so gingen einige ausgezeichnete Arbeiten ein. — Ich erlaube mir, auch auf diesem Wege allen Mitarbeitern, die sich so selbstlos in den Dienst der Sache gestellt haben, vielmals zu danken. — Wenn auch schon zwei Zusagen zu weiterem Mittun für die nächsten Jahrgänge vorliegen, so möchte ich doch auf meine Bitte am Schluß des Bandes hinweisen. Trotzdem werden wohl auch in Zukunft die Abdrucke in den kommenden Jahrgängen überwiegen.

Daß es überhaupt zur Herausgabe des Jahrbuches hat kommen können, ist der Stadt Heilbronn zu verdanken. Nach der Übernahme der Patenschaft haben die verantwortlichen Männer der Stadtführung in besonderer Aufgeschlossenheit zugesichert, daß sie die Herausgabe des Jahrbuches soweit als möglich unterstützen werden. Ihnen allen sei dafür herzlich gedankt. Ohne diese Zusicherung wäre ein Erscheinen nicht möglich gewesen.

OTTO KLETT


Inhaltsverzeichnisse

Die Inhalts- und Bildverzeichnisse aus den Jahrbüchern aller Jahrgänge liegen als PDF Datei zur Recherche vor.

Die Jahrbücher liegen komplett im Lesesaal des Bessarabiendeutschen Vereins aus. Mit Hilfe des Inhaltsverzeichnisses ist eine Vorauswahl der Bände möglich.